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Benedikt ging es um die richtige Balance von Arbeit und Muße oder in den Worten der Benediktiner: „ora et labora“. Welche konkreten Tipps kann mir die Benediktsregel für mein Leben außerhalb der Klostermauern geben?
Altmann: Alles soll seine Zeit haben, aber im rechten Maß. Das heißt, man soll seine Aufgaben konzentriert und zügig erledigen, aber nicht die Arbeit über alles stellen. Man soll auf der anderen Seite auch den Tag nicht vertrödeln, sondern Pausen bewusst nutzen, für Lektüre beispielsweise, für einen Spaziergang, um Atem zu holen. Man soll auch im Umgang miteinander immer das rechte Maß einhalten. Sich zum Beispiel um Menschen kümmern, aber sie nicht für sich vereinnahmen. Man soll das Hab und Gut eines Unternehmens zum Wohle aller Beteiligten mehren, aber nicht dem schnellen Profit nachjagen. So gibt es viele Beispiele aus der Regel, die sich auf alle Bereiche des Lebens umsetzen lassen.
Odilo Lechner: Die richtige Balance von Arbeit und Muße bedarf bewusster Planung des für mich Notwendigen, bedarf fester Bräuche, die mir neben der konzentrierten Arbeit und den Beanspruchungen von außen Zeiten der Besinnung, der Erholung, des Gesprächs sichern.
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